Mandanteninformation nach der DL-InfoV

Anwaltskosten

Die Gebühren für rechtsanwaltliche Tätigkeit werden nach dem Rechtsanwaltsver-gütungsgesetz (RVG) abgerechnet.

In der Regel wird eine so genannte Mittelgebühr für durchschnittlichen Arbeitsaufwand in Rechnung gestellt. Der Gebührenrahmen ermöglicht es die Abrechnung dem höheren oder niedrigeren Arbeitsaufwand angemessen anzupassen.

Der Maßstab bei zivilrechtlichen Streitigkeiten ist der Geschäftswert des Streitgegen-standes. Es besteht auch die Möglichkeit einer schriftlichen Honorarvereinbarung zwischen Rechtsanwalt und Mandant.

Beratungskosten

Auch eine anwaltliche Beratung – Erstberatung – ist anwaltliche Tätigkeit. Die Gebühren für anwaltliche Erstberatung sind im Interesse des Mandanten und des Rechtsanwaltes zu vereinbaren, abhängig vom dem jeweiligen Arbeitsaufwand. Die Kosten der Beratung werden auf später entstehende Gebühren für anwaltliche Tätigkeit angerechnet.

Verfahrenkostenhilfe / Prozesskostenhilfe / Beratungshilfe

Im Lande Bremen besteht nicht die Möglichkeit der Kostenerstattung durch Beratungshilfe. Stattdessen gibt es die Möglichkeit die öffentliche Rechtsberatung aufzusuchen oder die anwaltliche Beratung für bremische Bürger mit niedrigem Einkommen.

Prozesskosten (PKH) und Verfahrenskostenhilfe (VKH) kann für die Befreiung von den Gerichtskosten und zur Übernahme der Anwaltskosten durch den Staat betragt werden. Die Bewilligung der PKH / VKH ist auch abhängig von den Erfolgsaussichten und nicht nur vom Einkommen. Bei einer Verbesserung des Einkommens kann der Staat die verauslagten Verfahrenskosten zurückverlangen.

Im Falle des Unterliegens in einem Verfahren sind dem Gegner die Kosten des Verfahrens trotz Bewilligung von PKH / VKH ggfls. zu erstatten.

Ihre Rechtschutzversicherung übernimmt in vielen Fällen die Kosten der anwaltlichen Vertretung und eines Gerichtsverfahrens.

Die erforderliche Deckungszusage des Versicherers wird durch mich als Ihren anwaltlichen Vertreter eingeholt werden. Kosten dafür berechne ich nicht.

Häufig weiß Ihr Anwalt nicht, was wirklich der Streitgegenstand ist und welchen Umfang das übernommene Mandat haben wird.

Dies kann sich oft erst im Laufe eines Verfahrens mit weitergehender Korrespondenz ergeben. Häufig ist deshalb eine verbindliche Vorkalkulation der Kosten zu einem ausufernden Verfahren nicht möglich.

Haftpflichtversicherung

Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sind aufgrund der Bundesrechtsanwalts-ordnung verpflichtet, eine Berufshaftpflichtversicherung mit einer Mindestversicherungssumme von € 250.000,00 zu unterhalten. Die Einzelheiten ergeben sich aus § 51 BRAO.

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